Erstmals fiel mir 1995 ein Typ auf, der in Berlin-Mitte überall Sechsen auf Gegenstände malte. Das Interesse an Street-Art wuchs. Ich sah Typen mit der Spraydose und Pinsel, die nicht warteten, bis Galerien auf sie aufmerksam werden. Sie wurden sind von sich aus produktiv und brachten ihre Kunst ungefragt in den öffentlichen Raum. Sie machen die Stadt mit ihre Graffitis und Cut-Outs zum Magazin, zu einer begehbaren öffentlichen Straßen-Galerie. Dem Spaziergänger begegnet Irritierendes: Aufgeklebte Maden und Ameisen ziehen sich da über Fassaden, rote Kussmünder auf Werbeplakaten oder Zeichnungen an Wände, die von Jean Tinguely stammen könnten. Um solche Straßenkunst zu entdecken, muss man zu Fuß unterwegs sein. Und die Augen offen und den Geist wach halten.

STREET ART

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