BERLIN BY HOLGA

Ohne die HOLGA CFN 120 gehe ich in Berlin seit 2003 selten aus dem Haus. Deshalb heisst diese Seite „Berlin by Holga“.

Mit der kultigen Lo-Fi-Mittelformatkamera, die aus Plastik besteht, habe ich auf Rollfilm viele Orte gebannt, die längst verschwunden sind oder sich transformiert haben. Ich betreibe BERLIN BY HOLGA als Langzeit-Projekt.

Die Holga ist ganz und gar keine Spielzeugkamera: Die 1982 erstmals in Hongkong produzierte Plastikkamera ermöglicht Bilder im Format 6 × 6,  4,5 × 6  und 35 Millimeter. Sie ist Mittelformat-, Kleinbild- und Lochkamera in einem und ist ausgestattet mit diversen Wechselobjektiven wie Fisheye-Linsen. Es gibt heute sogar Stereo-Kameras.

Die mit der Holga gemachten Bilder warten mit satten Farbtönen, Vignettierungen und Überblendungseffekten auf. Sie haben Mängel wie falsche, aber intensive Farben, seitlichen Lichteinfall (das Fotogehäuse ist lichtdurchlässig gebaut) und markante Un-schärfen. Manche legen statt eines Roll- einen 35-Millimeter-Film in die Kamera ein, wobei die Transportlöcher belichtet werden.

Jedes Bild ist ein Einzelstück und nicht selten werden diese Bilder durch ihren experimen-tellen Charakter und ihre intensiven Farben zu Seelenbildern. Für mich passt die Holga perfekt zu einer Stadt im Umbruch.

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