Vernissage in der Zionskirche Berlin
Abgelegt unter Berlin-Kunstszene, Fotografie am 13.09.2008Heute war Vernissage-Tag. Der Morgen begann mit dem Kauf eines neuen Beamers. Die kurzfristige Umverteilung der Räume in der Zionskirche zwang mich zum Handeln. Der Neuerwerb sollte sich als goldrichtig herausstellen. Um Mittag dann treffen mit Ernst im Café Manolo an der Schönhauser. Dabei ging es um die Aufgabe: Wie erklärt man jemandem, der erstmals in Berlin ist, diese Stadt mit all ihren Brüchen und Facetten? Wie macht man klar, dass seit 1990 kein einziger Stein mehr an seinem Platz ist. Ich wagte einige Versuche. Ernst zeigte sich neugierig, ging in den und diesen Hof rein, wollte wissen, was auf dem Plakat steht und warum dieses Haus unsaniert ist. Die Zeit rann dahin. Kämpfte ich noch bis kurz vor 18 Uhr mit der Beamer-Technik, war zu Vernissage-Beginn alles paleti: Ernst spielte auf der Klarinette den Wildcateblues, Esther Ullmann-Goertz sprach sinnige Sätze zu meinen Bildern und der Förderverein Zionskirche spendierte Wein und Schmalzstullen. Im Hintergrund flackerten andere Best-Off-Bilder aus meinem Berlin-Archiv. Gekommen waren Freunde aus Berlin und Familienangehörige aus der Schweiz. Anschliessend ging es entlang der Kirchwände, wo ich zu jedem Bild etwas über Ort, Zeit und Enstehungsgrund sagte. Schon bei der ersten Führung wurde deutlich: Jede Person betrachtet ein Bild aus einem anderen Blickwinkel. Anschliessend versammelte sich die Festgesellschaft in der Kneipe “Kapelle”, wo es Rosé und elässischen Flammenkuchen gab. Ein herrlich turbulenter Tag.